Besuch der 5b in der Don-Bosco-Schule

Besuch der 5b in der Don-Bosco-Schule


Das Friedrich-Spee-Gymnasium pflegt schon seit über acht Jahren eine stetig wachsende Kooperation mit der Don-Bosco-Schule, von der alle Beteiligten immer wieder enorm profitieren.

Wir beginnen in Klasse 5 mit einem Besuch der Förderschule, bei dem unsere Kinder am vielseitig aufgestellten AG-Programm teilnehmen und dadurch oft ganz neue Erfahrungen und Erkenntnisse im Miteinander mit geistig behinderten Kindern sammeln können. Dies war am 24. Januar 2020 auch für die 5b der Fall. Der morgendliche Gang über den gefüllten Schulhof der Don-Bosco-Schule war noch sehr zurückhaltend und in den Augen unserer 5.-Klässler konnte man teilweise auch Skepsis erkennen – hatte doch der Großteil bisher noch keine persönliche Berührung mit behinderten Menschen gehabt. Nachdem uns Herr Flechtner (pensionierter Lehrer der Don-Bosco-Schule) und Frau Simonett (Lehrerin der Förderschule) herzlich begrüßt und die Kinder in die gewählten AGs verteilt hatten, wandelte sich die anfängliche Scheu zusehends und in der Abschlussrunde fand ein sehr positiv gefärbter und interessierter Austausch statt. Am erstaunlichsten fanden unsere Schülerinnen und Schüler die Beobachtung, dass eben auch Kinder mit Behinderung sehr viel Spaß haben können und motiviert sind. So sagte Zoe beispielsweise: „Ich fand es sehr überraschend, dass viele Kinder in meiner Gruppe oft gelacht haben“ und Ben S. ergänzte, wie toll er die Einstellung der Kinder gefunden habe, da sich jeder alles zutraue und wenn es nicht geklappt habe, es noch einmal probiert worden sei. Dazu passend wurde auch herausgehoben, wie gut die Don-Bosco-Schülerinnen und -Schüler in den Arbeitsgruppen waren. „In der Bastel-AG war ein Mädchen, das richtig schöne Karten und Schachteln gebastelt hat. Ich weiß gar nicht, ob ich das auch so gut hinbekommen würde.“ (Lou) Daniel K. ergänzte noch: „Die Schülerinnen und Schüler in der Werken-AG konnten besser bauen als ich und haben z.B. schöne Autos und Flugzeuge hergestellt.“ Doch auch die Erkenntnis, dass „Kinder mit Behinderung genauso miteinander spielen und umgehen“ (Amelie C.), wie sie selbst, hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Diesen vielen Beobachtungen führten dazu, dass unsere 5.-Klässler Menschen mit Behinderungen nun ganz anders wahrnehmen und viele Parallelen zu ihrem eigenen Alltag erkannten.  Auf diese Weise wurde unser Ziel der Kooperation mit der Don-Bosco-Schule, die Begegnung auf Augenhöhe, fast wie nebenbei erreicht. Dies versuchen wir am FSG mit dem Sportfest „Kunterbunt“ in Klasse 6 weiterzuführen. Dabei probieren unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Kindern der Don-Bosco- und der Gelderlandschule verschiedene Sportarten aus.

Die rege Annahme unseres Projektkurses Sport in der Q1, in dem sich Oberstufenschülerinnen und  -schüler theoretisch und praktisch mit dem Unterrichten und Betreuen behinderter Kinder auseinandersetzen, und die Anzahl unserer Abiturienten, die ein FSJ oder BFD an der Don-Bosco-Schule machen, zeigen den Erfolg der Kooperation beider Schulen. Dieser verdeutlicht auch, wie wichtig es ist, durch neue Erfahrungen neue Erkenntnisse zu gewinnen und dadurch neue Wege gehen zu können.

Text und Foto: M. Schindler