FSG auf Exkursion

FSG auf Exkursion

Auch in diesem Jahr fand unser Exkursionstag wieder statt, an dem alle Klassen und Kurse außerhalb der Schule lernten – in Laboren, Universitäten, im Theater, in Wasserkraftwerken o.Ä. Zwei fünfte Klassen besuchten z.B. den Aquazoo in Düsseldorf und belegten einen Fotokurs, um die Tiere des Zoos gut ins Bild zu setzen.

Zunächst erfuhren sie einiges über die Gestaltung von Bildern und die besonderen Schwierigkeiten, die das Fotografieren in den abgedunkelten Räumen und durch die Scheiben der Aquarien und Terrarien hindurch mit sich bringen. Anschließend konnten sie das Gelernte in der Praxis umsetzen und begaben sich auf eine spannende Fototour – mit tollen Ergebnissen.

Die beiden anderen fünften Klassen fuhren in die Sternwarte in Recklinghausen. Dort gab es allerhand Interessantes und Neues, was Wim in einem Bericht wie folgt zusammenfasste: Und wurde gezeigt, wie schnell der Mond im Gegensatz zur Sonne um die Erde fliegt und wie die Sterne aussehen, wenn kein Licht dabei ist. Anschließend sahen wir uns Sternenbilder wie z.B. die Prinzessin oder den Jäger an, aber natürlich auch den großen Wagen. Dass sich der Polarstern in Kreisen bewegt, war genauso überraschend wie die Tatsache, dass man von schwarzen Löchern im Weltall nicht verschluckt werden würde, sondern ganz stark angezogen und dadurch langgezogen und zerrissen. Louis ergänzte, dass er und viele andere es am spannendsten gefunden hätten, dass sie einen Film über das Weltall und die Sternenbilder an der Decke sehen konnten, weil dieser über einen Projektor an die Kuppel geworfen wurde.

Um das Sehen – besser gesagt die Optik –  ging es auch beim Exkursionstag der 8b und d. Sie fuhren dafür nach Mühlheim und lernten z.B., dass wir eigentlich alles spiegelverkehrt sehen müssten, unser Gehirn dies im Säuglingsalter aber umstellt. Wie sich das Spiegelverkehrte angefühlt haben muss, konnten die Schülerinnen und Schüler mit einer bestimmten Brille erleben. Noch interessanter fand der Großteil aber die Akustik in der größten begehbaren Camera Obscura, die sich in dem ehemaligen Kessel des alten Eisenbahn-Wasserturms befindet. Dort standen sie sich nämlich gegenüber und sprachen miteinander, es klang aber eher so, als ob die Töne von überall herkamen und nicht nur von gegenüber.

Die Oberstufe der Q1 wiederum besuchte die Technische Hochschule Aachen. Luis beschreibt den Tag so: Um 8:45 Uhr ging es mit den Bussen in Richtung Aachen, die nach einer ca. zweistündigen Fahrt auf dem Gelände der RWTH Aachen hielten. Dort hörten wir einen Vortrag über die Universität und bekamen Informationen zum Thema Studienwahl. Die Resonanz auf diesen Vortrag war gemischt: Es wurde einerseits gelobt, dass man dazu ermutigt wurde, zu studieren, woran man interessiert ist. Andererseits hatten wir schon mehrere Infoveranstaltungen zu ähnlichen Themen gehört, weswegen viele Tipps eher ermüdend wirkten. Anschließend ging es in die Mensa, welche nur positive Kritik erhielt, da es dort zu humanen Preisen eine leckere und vielfältige Auswahl gab. Nach dem Essen teilten wir uns auf die verschiedenen Workshops auf. Im Vorfeld konnten wir uns für eines von vier Workshopangeboten rund um das Thema Mathematik entscheiden. Leider wurden zwei der ursprünglich geplanten Möglichkeiten durch Alternativen ersetzt, welche nicht wirklich gut bei uns ankamen, weil wir z.B. den thematischen Schwerpunkt der Workshopalternative „Enzyme“ schon in der Schule ausführlich behandelt hatten. Die beste Rückmeldung bekam der Workshop, in dem es um die Programmierung von Robotern ging – die Strukturierung war gut, das Thema interessant, die Aufgaben an die Q1 angepasst und die Leitung erfolgte durch kompetentes Fachpersonal. Nach den Gruppenaufgaben ging es zurück in die Busse, in denen wir Erfahrungen austauschten. Die Mehrheit kam zu dem Schluss, dass es ein guter Exkursionstag war, es aber noch Potenzial gibt, diesen zu verbessern, zum Beispiel mit einem praktischeren Einblick in die Universität.

Allen in allem war der Tag für alle Schülerinnen und Schüler wieder sehr lehrreich, spaßig und interessant und sie konnten in den unterschiedlichsten Bereichen Erfahrungen sammeln, neues Wissen erlangen und bereits Erlerntes anwenden.

Text: M. Schindler, Foto: M. Cremer